Künstler der Woche
Interview mit Lisa Maria Schachtschneider
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Hallo Lisa, du hast bereits mit fünf Jahren Klavierunterricht bekommen, wann hast du gemerkt, dass Musik mehr als nur ein Hobby für dich ist?
Hallo liebes eventpeppers-Team, ganz herzlichen Dank für die Auszeichnung zur „Künstlerin der Woche“. Ich freue mich sehr, mich hier im Interview und im Video ein klein wenig präsentieren zu dürfen. Ich habe ziemlich früh gemerkt, dass Musik mehr als nur ein Hobby für mich sein könnte. Es hat mir von Anfang an unglaublich viel Freude gemacht, zum Klavierunterricht zu gehen. Als ich ungefähr sechs Jahre alt war, saß ich einmal mit meiner Mutter im Auto und hörte im Radio Klaviermusik. Damals sagte ich zu ihr: „Das will ich später auch machen.“ Im Alter von etwa 15 oder 16 Jahren begann ich, Meisterkurse bei einem bekannten Klavierprofessor zu besuchen und viele andere junge Musikerinnen und Musiker kennenzulernen. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich alles zunehmend in eine professionelle Richtung.
Kannst du dich kurz vorstellen und einen Song spielen, der auf keinem Event fehlen sollte?
Welche Musik berührt dich selbst beim Spielen am meisten?
Mich berührt meistens genau die Musik, die ich gerade spiele. Ich spiele grundsätzlich nur hochwertige Literatur oder sorgfältig ausgewählte Arrangements der Wunschsongs meiner Kundinnen und Kunden. Gerade heute gibt es viele fantastische pianistische Arrangements von Pop-, Rock- oder Filmsongs. Jede Musik hat das Potenzial, Menschen tief zu berühren – egal, ob es ein gefühlvoller Popsong, ein Jazzstandard oder ein Rockklassiker ist. Ich liebe diese Vielfalt. Eine besondere Rolle spielt für mich dennoch Johann Sebastian Bach. Seine Polyphonie empfinde ich fast wie eine musikalische Bibel, weil sie für mich die Grundlage so vieler späterer Musikformen bildet – auch der heutigen populären Musik.
Wie haben dich deine Studienzeit und deine klassischen Ausbildungen musikalisch geprägt?
Absolut entscheidend. Meine Studienzeit und die klassische Ausbildung bilden die technisch-musikalische und künstlerische Basis meiner heutigen Arbeit. Wesentliche Elemente meiner Selbstständigkeit wie Offerten erstellen, Rechnungen schreiben, Videoschnitt, Homepage-Design oder Social Media habe ich mir nach dem Studium selbst beigebracht. Der Kern meiner Tätigkeit ist jedoch natürlich das professionelle Klavierspiel. Und genau dafür hat mir das Studium das Fundament gegeben. Meine klassische Ausbildung ermöglicht es mir heute, sowohl solistisch in der internationalen Klassikszene aktiv zu sein, mit Orchestern aufzutreten oder auf Klassikfestivals zu spielen, als auch im Eventbereich flexibel auf unterschiedlichste Situationen und musikalische Wünsche einzugehen.
Wie wählst du Stücke für Hochzeiten, Dinner oder Firmenevents aus?
Ich orientiere mich sehr eng an den Wünschen und Vorlieben meiner Kundinnen und Kunden. Bei Hochzeiten dürfen meine Brautpaare meist drei bis fünf Wunschsongs völlig frei auswählen – gerne auch auf Basis ihrer Lieblingsversionen auf Spotify oder YouTube. Ich übernehme diese dann entweder direkt für Klavier oder suche ein passendes, schönes Arrangement aus. Mir ist wichtig, dass die Musik nicht einfach nur ein Programmpunkt ist, sondern die Atmosphäre eines Moments wirklich unterstützt. Gerade bei Hochzeiten oder exklusiven Events kann Musik Emotionen unglaublich intensivieren und unvergessliche Augenblicke schaffen. Deshalb mache ich mir viele Gedanken über die musikalische Gestaltung und berate meine Kundinnen und Kunden intensiv bei der Auswahl passender Songs, Stücke und Arrangements. Oft kann sogar derselbe Song – je nach Situation oder Stimmung – in einem völlig anderen Arrangement wirken.
Für Dinner, Apéros oder Firmenevents habe ich über die letzten zehn Jahre eine Art persönlichen Signature-Mix entwickelt. Dabei habe ich immer wieder beobachtet, welche Musik besonders gut funktioniert und Atmosphäre schafft, ohne sich in den Vordergrund zu drängen, welche Stücke besonders schön im Hintergrund fließen, eine beschwingte Stimmung erzeugen und gleichzeitig beim Publikum gut ankommen. So ist im Laufe der Zeit ein sehr umfangreiches Repertoire von rund 200 Background-Titeln entstanden, auf das ich flexibel zurückgreifen kann und dass es mir ermöglicht, auch stilistisch sehr individuell auf meine Kundinnen und Kunden einzugehen – zum Beispiel eher in Richtung Classical, Pop oder Rock.
Für Dinner, Apéros oder Firmenevents habe ich über die letzten zehn Jahre eine Art persönlichen Signature-Mix entwickelt. Dabei habe ich immer wieder beobachtet, welche Musik besonders gut funktioniert und Atmosphäre schafft, ohne sich in den Vordergrund zu drängen, welche Stücke besonders schön im Hintergrund fließen, eine beschwingte Stimmung erzeugen und gleichzeitig beim Publikum gut ankommen. So ist im Laufe der Zeit ein sehr umfangreiches Repertoire von rund 200 Background-Titeln entstanden, auf das ich flexibel zurückgreifen kann und dass es mir ermöglicht, auch stilistisch sehr individuell auf meine Kundinnen und Kunden einzugehen – zum Beispiel eher in Richtung Classical, Pop oder Rock.
Wie läuft bei dir der Buchungsprozess ab – vom Erstkontakt bis zum Eventtag?
Die meisten Anfragen kommen über Buchungsplattformen oder direkt über meine Homepage. Anschließend erstelle ich eine ausführliche Offerte mit Informationen zu meinem Angebot, Hörbeispielen, Referenzen, Kundenbewertungen und Live-Videos. Mir ist wichtig, möglichst individuell auf die Wünsche der Kundinnen und Kunden einzugehen. Wenn Interesse besteht, telefoniere ich gerne persönlich oder biete einen kurzen Videochat zum Kennenlernen an. Danach begleiten oft viele weitere Gespräche und E-Mails die Planung, und häufig entsteht ein enger Austausch. Sobald die Buchung fix ist, erhalten meine Kundinnen und Kunden einen Künstlervertrag mit allen wichtigen Eckdaten. Etwa sechs Wochen vor einer Hochzeit benötige ich die definitive Liedauswahl für die Zeremonie. Bei Backgroundmusik genügt eine grobe musikalische Richtung – den Rest stelle ich meist individuell zusammen. Am Veranstaltungstag selbst bin ich normalerweise zweieinhalb bis drei Stunden vorher vor Ort, baue mein Equipment auf, mache den Soundcheck und bereite alles in Ruhe vor.
Gibt es einen Auftritt oder Konzertmoment, der dir bis heute besonders im Gedächtnis geblieben ist?
Ja, besonders unvergesslich war ein Auftritt mitten im Schnee in den Bergen bei Guarda im Engadin. Mein komplettes Equipment musste damals mit einem Traktor transportiert werden, einen Stromanschluss gab es vor Ort nicht. Deshalb habe ich mit meinem geräuschlosen Akku EcoFlow Delta Max gearbeitet, mit dem ich mein Equipment mehrere Stunden völlig unabhängig von einem Stromanschluss betreiben kann. Mitten in dieser verschneiten Berglandschaft zu spielen, war ein unglaubliches Erlebnis. Generell habe ich das große Glück, an wunderschönen Orten auftreten zu dürfen: in Schlössern, Burgen, auf Schiffen, in historischen Sälen, auf Waldlichtungen oder mitten in den Bergen. Diese Traumlocations sind einer der Gründe, warum ich meinen Beruf so liebe.
. Welche Informationen brauchst du im Vorfeld, um ein Event musikalisch perfekt vorzubereiten?
Wichtig ist für mich zunächst die Information, ob vor Ort ein Instrument vorhanden ist oder ob ich mein eigenes Equipment mitbringen soll. Wenn ein Klavier oder Flügel vorhanden ist, interessieren mich Marke, Zustand und wann das Instrument zuletzt gestimmt wurde. Außerdem brauche ich Informationen zur Location, zur Gästeanzahl und zum genauen Ablauf des Events. Bei Trauungen ist ein grober Ablaufplan wichtig, damit die musikalischen Einsätze zeitlich gut abgestimmt werden können. Optimal ist für mich außerdem ausreichend Zeit für Aufbau und Soundcheck. Ich liebe es, an ungewöhnlichen und atmosphärischen Orten zu musizieren – egal ob auf einer Waldlichtung, mitten im Schnee, in einer Fabrikhalle oder einer stillgelegten Mühle. Dafür habe ich mein Equipment bewusst so zusammengestellt, dass ich möglichst flexibel und unabhängig arbeiten kann.


