Künstler der Woche
Interview mit The Scotty Bullock Trio
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Hallo Scotty, wie habt ihr euch kennengelernt und euch als Band gegründet?
Harry Weber, den Mann an der Schießbude, hatte ich 2011 bei einem Auftritt mit meiner Ex-Band den "Sunny Bottom Boys" kennengelernt. Unser Drummer war damals ausgefallen und Harry ist kurzfristig eingesprungen. Seine herzliche und offene Art, wie natürlich auch seine spezielle Art, die Trommeln zu bearbeiten, blieb mir im Gedächtnis. Drei Jahre später, als ich Musiker für ein neues Projekt gesucht hatte, war klar, dass ich ihn als ersten Kandidaten kontaktiere. Nach den ersten gemeinsamen Shows "kündigte" er bei seiner Band und stieg - zu meiner großen Freude - fest in das Trio ein. Felix Wenz, den Herrn der tiefen Töne, sprich Pro & Kontrabass fand ich, man mag es kaum glauben, über eine Kleinanzeigen-Plattform im Internet. Felix, der ursprünglich aus der Jazz- und Funkecke kommt, hatte mich bei einer Proberaumsession mit einem anderen Drummer, durch seine enorm schnelle Auffassungsgabe und Präzision beeindruckt. Sein "Mensch sein" , der Humor und die richtige Portion Verständnis für die Musik war das Tüpfelchen auf dem bekannten "i". Im November 2014 hatten Harry, Felix und ich nach vielen Proben schließlich unseren ersten gemeinsamen Gig als "The Scotty Bullock Trio". Nach inzwischen hunderten Auftritten und mindestens genau so vielen Abenteuern als Band, habe ich es nie bereut, genau diese Jungs gefunden zu haben.
Kannst du einen Song anspielen, der immer gut ankommt?
Ihr beschreibt euren Stil als „Rawk’n Roll" unfiltered. Was genau meint Ihr damit?
"Rawk'n Roll" entstand dadurch, dass, wenn wir rocken, richtig Gas geben und es musikalisch schon mal "raw", sprich rau zugeht. Unfiltered deswegen, weil wir keinen doppelten Boden, wie Keyboards oder andere elektronische "Hilfsmittel" haben. D.h. wir machen handgemachte Musik ohne Midi Files oder "Begleitautomatik". Gitarre, Bass, Drums... that's it. Alles, was das Publikum hört, kommt 1:1 ohne Filter direkt so aus den Lautsprechern wie wir es spielen oder singen. Quasi, free from electronic additives 😉
Eure Live-Auftritte werden als sehr energiegeladen beschrieben. Wie bereitet ihr euch auf eine Show vor und was möchtet ihr beim Publikum erreichen?
Energiegeladen, das kommt gut hin. Wir gehen täglich ins Fitnessstudio und ernähren uns sehr gesund, schlafen mindestens 9 Stunden und lügen nie... 😂 Nein...Spaß beiseite, ich schreibe beinahe für jedes Event eine Songliste, die oft mit den Veranstalter abgestimmt ist. Dennoch reagieren wir vor Ort auf die Stimmung, das Alter und den Geschmack des Publikums. Man sieht ja, was gut ankommt. Wir spielten schon für Motorradclubs und rockten, was das Material hergab, während wir am nächsten Tag unplugged in einem lauschigen Garten Bluegrass-und Folksongs mit Mandoline, akustischer Gitarre und Minimalst Drumset oder Cajon während einer Hochzeitsfeier spielten. Alles kann, nix muss...das ist unsere Devise. Wir möchten erreichen, dass das Publikum eine richtig geile Party feiern kann und den Alltag hinter sich lässt. Zu 99,9% endet jeder unserer Auftritte genau so. Wir tasten uns aber immer - das Publikum gut im Auge behaltend - vor, bis keiner mehr anders kann als die Tanzfläche zu entern und aufzutanzen als gäbe es kein Morgen. Erst dann fahren wir glücklich und zufrieden nach Hause.
Für welche Art von Events werdet ihr besonders viel gebucht?
Das ist tatsächlich gar nicht sooo einfach zu beantworten. Wir spielten bisher auch schon auf einer Beerdigung, Scheidungsparty, für Harley Davidson, auf riesigen Messen, in der Kirche, weit oben auf einer Alm, im Wohnzimmer, Schiffen, Firmenfeiern, Stadtfeste, Hochzeiten, Geburtstage, einer waschechten Ranch, Konzertsälen, Open Airs, etc. etc. Es gibt kaum eine Location, die wir noch nicht gerockt haben. Wer uns haben will, bekommt uns auch. Im Durchschnitt sind vielleicht Stadt- oder Bürgerfeste die Events, für die wir oft gebucht werden. Buchungen für außergewöhnliche Hochzeiten sind aber auch total im Kommen.
Wenn ihr zurückblickt: Welcher Auftritt oder welches Ereignis war für euch bisher das außergewöhnlichste – sei es witzig, herausfordernd oder emotional ?
Auch diese Frage ist schwer zu beantworten, weil wir sehr viele Auftritte haben, die uns lange in Erinnerung bleiben. Einer der emotionalsten Momente war bei einer Hochzeit, als wir als letzten Song "Can't help falling in Love" von Elvis als musikalisches Geschenk für das glückliche Paar spielten. Die Hochzeitsgäste bildeten alle einen Kreis um das Brautpaar, während dieses eng umschlungen langsam tanzte. Die Braut fing beim Refrain des Songs plötzlich herzzereißend zu weinen an. Wir wussten echt nicht wie uns geschah...nach dem Song kam die Braut zu uns und umarmte uns ganz fest. Sie sagte, dass dieser Song das absolute Lieblingslied ihrer Mama war. Sie verstarb erst kurz vorher... Zufall oder auch nicht, das haut einen natürlich schon weg... Einer der lustigsten Gigs war in Österreich als, während wir spielten, eine fette Harley mit lautem Blubbern aus einem Nebenzimmer des Saals rausgefahren ist. Wir konnten nicht anders als sofort "Born to be wild" zu spielen. Der ganze Saal hat mitgebrüllt ;-)) Es war auch einer unserer längsten Auftritte mit ganzen 12!! Stunden.
Ihr schreibt auch eigene Songs, woher kommt die Inspiration und würdet ihr z.B. auch im Auftrag für ein Hochzeitspaar einen Song schreiben?
Ja, wir spielen auch einige eigene Songs. Die Inspiration dazu kommt von dem, was uns alle leben lässt: Unsere Träume...oder auch das, was im Alltag so geschieht oder uns bewegt. Einen speziell für das Brautpaar geschriebenen Song hatten wir bisher noch nicht. Da wir alle Family haben und viel unterwegs sind, ist die Zeit einer unserer größten Gegner. Aber das heißt nicht, dass wir es nicht machen würden. Der Kunde ist König 😉
Was sind eure Pläne für die Zukunft: neue Aufnahmen / Alben, Tourneen, besondere Projekte? Gibt es Wünsche oder Ziele, die ihr unbedingt noch realisieren wollt?
Ein neues Album mit Video wäre überfällig. Ich denke, dass hier 2026 einiges passieren wird. Eine Tour in den USA wäre auch großartig. Durch die guten Connections jenseits des großen Teichs bestimmt auch mal realisierbar. Wir müssen nur zeitlich einen gemeinsamen Nenner finden. Unsere Lieben zuhause kommen durch die vielen Auftritte leider oft viel zu kurz. Da ist es gar nicht so easy, "außerordentliche" Bandaktivitäten schnell mal umzusetzen. Eine Show in Paris würde mir persönlich auch schon immer sehr gefallen. Ich kann nicht mal genau sagen, wieso ausgerechnet Paris. Aber das schwirrt mir schon seit Jahren im Kopf rum. Musiker und ihre Träume...🎶💘


