Künstler der Woche
Interview mit Jan Schroeder
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Hallo Jan, was hat dich persönlich dazu bewegt, früher als Basketball-Trainer tätig zu sein und heute Hochzeiten zu begleiten?
Meine Vorliebe für das Halten von Reden begann tatsächlich schon deutlich vor meiner Trainerkarriere, beschränkte sich aber eher auf private Anlässe, zum Beispiel als Trauzeuge oder bei Geburtstagen. Unabhängig davon waren Hochzeiten für mich schon immer ein ganz besonderer Anlass. Aufregung, positive Anspannung und echte, intensive Emotionen – bei Hochzeiten fühle ich mich einfach immer richtig lebendig. Wie der Zufall so spielt, wurde ich kurz nach meiner Entscheidung gegen eine Karriere als Trainer von einem befreundeten Paar gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, ihre freie Trauung zu leiten und die Traurede zu halten. Die Vorstellung, bei einem so bedeutenden Moment eine so wichtige Rolle zu übernehmen, hat mich sofort abgeholt – und ich sagte ohne zu zögern zu. Die Trauung hat nicht nur wunderbar funktioniert, sondern mir vor allem das Gefühl gegeben, mich selbst verwirklichen zu können. Nach ein paar weiteren Hochzeiten im Freundeskreis war mir klar: Genau das möchte ich machen – und habe mich als Trauredner selbstständig gemacht.
Was war deine bisher schönste oder bewegendste Zeremonie und was hat sie für dich besonders gemacht?
Wie würdest du deinen Stil als freier Trauredner beschreiben, worin unterscheidest du dich von klassischen Rednern oder Standesbeamten?
Meinen Stil würde ich als charmant und sehr persönlich beschreiben – ich beschäftige mich intensiv mit eurer Geschichte und euren Persönlichkeiten. Dabei sorge ich dafür, dass Humor und ernsthafte Momente gut ausbalanciert sind, sodass eure Zeremonie emotional, lebendig und zugleich stimmig für den besonderen Anlass wird. Mir ist es wichtig, nicht einfach nur eine Rede zu halten, sondern eine spezielle Atmosphäre zu kreieren, die euch und euren Gästen in Erinnerung bleibt.
Wie gehst du bei der Vorbereitung einer Trauung vor, wie lernst du das Paar kennen und wie sammelst du die nötigen Informationen, um eine individuelle Rede zu schreiben?
Die Grundlage bildet immer ein persönliches Kennenlerngespräch, in dem wir uns ganz in Ruhe kennenlernen. Im Anschluss vertiefen wir alles in einem gemeinsamen Workshop zur Planung der Zeremonie, bei dem ich ein gutes Gespür für eure Persönlichkeiten entwickeln kann. Den größten Teil der Infos sammle ich über einen Fragebogen, den ihr beide unabhängig voneinander ausfüllt. So hat jeder die Möglichkeit, seine eigene Geschichte zu erzählen – und genau das ist mir besonders wichtig. Darin geht es nicht nur um die Geschichte eurer Beziehung, vom Kennenlernen bis zum Antrag, sondern vor allem um eure Gefühle füreinander und darum, was ihr am jeweils anderen besonders schätzt. Aus all dem entsteht am Ende eine sehr persönliche, individuelle Traurede, die eure Handschrift trägt.
Wie gestaltest du Zeremonien so, dass sie emotional, aber nicht kitschig wirken?
Mir ist wichtig, dass eine Zeremonie emotional ist, ohne kitschig zu sein. Auf große Metaphern oder ausgelutschte Liebesfloskeln verzichte ich grundsätzlich und konzentriere mich lieber auf eure eigenen Worte – die transportieren die echten Gefühle am besten. Manchmal schleife ich natürlich noch an der ein oder anderen Formulierung, aber immer so, dass es genau das ausdrückt, was ihr meint. Durch meine Betonung, Pausen und meine Stimmlage werden die Emotionen dann richtig spürbar.
Wie läuft bei dir der organisatorische Ablauf ab, vom Erstgespräch über Vertragsabschluss bis zum Tag der Zeremonie? Welche Schritte sollten Paare vorher geplant haben?
Alles beginnt mit einem unverbindlichen und kostenlosen Kennenlerngespräch. Wenn ihr euch danach für mich entscheidet, schließen wir den Vertrag ab und legen direkt eine gemeinsame WhatsApp-Gruppe an – für alle kleinen und großen Fragen zwischendurch. Dort bekommt ihr auch den Fragebogen von mir. Grundsätzlich bin ich während der gesamten Planungsphase jederzeit für euch erreichbar. Anschließend treffen wir uns zu einem Workshop zur Planung der Zeremonie. Danach erhaltet ihr eine Checkliste von mir, damit ihr jederzeit im Blick habt, welche Details noch zu klären sind. Etwa vier Wochen vor der Trauung führen wir ein letztes, abschließendes Gespräch, nach dem ihr einen klaren Ablaufplan bekommt. So könnt ihr euch am Tag der Zeremonie ganz auf das Wesentliche konzentrieren – nämlich auf euch. Vorbereiten müsst ihr dafür nichts – ich begleite euch entspannt Schritt für Schritt durch die gesamte Planung.
Wie viel Zeit brauchst du im Vorfeld, um eine Rede zu erarbeiten, und wie flexibel bist du, wenn sich Wünsche oder Umstände kurz vor der Trauung ändern?
Sobald ich euren Fragebogen zurückbekomme, lese ich ihn meistens direkt durch. Schon beim Lesen entsteht in meinem Kopf eine erste Struktur für eure Rede. Für das eigentliche Schreiben brauche ich in der Regel ein bis zwei Wochen, je nach Ausführlichkeit des Fragebogens. Wenn sich kurz vor der Trauung noch spezielle Wünsche oder Änderungen ergeben, ist das überhaupt kein Problem.


