Künstler der Woche

Interview mit Christoph Maul

Künstler der Woche: Christoph Maul

Christoph Maul scheint für das Rampenlicht geboren. Egal ob mit eigenem Soloprogramm oder als Moderator diverser Faschingssendungen: Wenn der Franke die Bühne betritt, wird es bissig, aktuell, manchmal politisch - vor allem aber immer lustig. Für sein Programm bedient sich der Kabarettist dabei dem alltäglichen Wahnsinn und nimmt aktuelle Themen aufs Korn. Im Interview erzählt unser Künstler der Woche von seinem Weg als Kabarettist und gibt Einblick in seine Auftritte.

Hallo Christoph. Wie geht es dir?
Hallo, schön, dass ich da sein darf. Mir geht es sehr gut, vielen Dank.
Wie genau kamst du zum Kabarett? Erinnerst du dich noch an deinen ersten Auftritt?
Bei uns im Ort habe ich zuerst Theater gespielt und bin dann relativ spät zum Fasching gekommen. Da war ich Anfang 20. Und da wurde ich dann vom Bayrischen Fernsehen entdeckt, die mich ans überregionale Fasching und zu anderen Auftritten brachten. 2016 war ich dann Fastenprediger bei uns im Ort. Da wurde mir dann im Anschluss ein abendfüllender Auftritt angeboten. Ich dachte damals, dass das wohl eine einmalige Sache sein würde. Schön, dass ich mich hier getäuscht hatte.
Welcher Moment war für deinen weiteren Weg als Kabarettist entscheidend?
Es war kein einzelner Moment, sondern eher Menschen, die mir geholfen haben, Zufälle und harte Arbeit mit vielen Auftritten. Kabarett und Comedy sind wie eine Sprache. Je öfter man sie spricht, umso besser wird man.
Du bist auf zahlreichen Bühnen unterwegs, warst in Fernsehsendungen und führst seit letztem Jahr durch die Fernsehsitzung „Fastnacht in Franken" – verspürt man da noch Lampenfieber? Wie routiniert werden die Auftritte, wenn man so oft auf der Bühne steht?
Bei "normalen" Auftritten wie bei Kleinkunstabenden, aber auch Privat- und Firmenfeiern, bei denen ich oft als Comedian oder Moderator auftrete, bin ich nicht mehr so nervös. Bei einer Produktion wie Fastnacht in Franken, wo man als Moderator das Gesicht der Sendung ist und die am Ende um die 10 Millionen Menschen sehen, ist das anders. Aber nicht nur wegen der vielen Zuschauer, sondern auch weil man vier Stunden live sendet. Da kann alles passieren. Man muss immer konzentriert, aber trotzdem locker und schlagfertig bleiben. Die Sendung ist ja nur das Ergebnis harter und langer Arbeit von vielen Menschen auf und hinter der Bühne.
Wie schreibst du ein Programm?
Für mein klassisches Kabarett- und Comedy-Programm ziehe ich vieles aus dem Alltag. Aktuelle, gesellschaftliche und auf den Auftrittsort abgestimmte Themen, aber auch Politik und sehr viel Klamauk gehören dazu. Bei individuellen Feiern oder Moderationen stimme ich mich natürlich mit den Leuten ab, die mich buchen. Aber es ist immer ein kreativer Prozess und bei jedem Auftritt muss auch Platz für Spontanität sein.
Welche Rolle spielt das politische Geschehen in deinen Auftritten?
Es kommt auf den Auftritt an. Bei einem Kabarett- oder Comedyabend schaue ich, wie viel Lust die Leute auf politische Themen haben. Wenn es gewünscht wird, spielt Politik selbstverständlich eine Rolle. Wenn ich aber merke, das zieht nicht, dann lasse ich es weg und bediene mich aus meinem anderen Repertoire. Bei Moderationen und Feiern mache ich das nur auf Wunsch und natürlich nie in nur eine Richtung.
Was meinst du, macht dich und deine Auftritte aus?
Jeder Auftritt ist ein Unikat, da ich niemals das gleiche Programm zweimal spiele, sondern mich immer an das Tagesgeschehen, den Ort, aber auch an das anpasse, was dir Leute hören wollen. Würde ich es immer gleich machen, dann wäre es mir langweilig. Wenn ich aber Spaß habe, dann haben das auch die Gäste. Egal ob 25 oder 2.500 Menschen im Saal sitzen. Das Publikum schenkt mir seine Zeit, ich ihm Lachen und ein bisschen was zum Nachdenken. Das ist ein cooler Deal finde ich.
Kannst du uns zum Schluss noch verraten, wie dann ein Auftritt bei dir aussieht?

4 Fotos

Christoph Maul buchen
1/4
Christoph Maul AuftrittChristoph Maul Kabarett Christoph Maul Fasching