Künstler der Woche

Interview mit Moritz Rosner

Künstler der Woche: Moritz Rosner

Moritz Rosner wollte schon immer hoch hinaus. Mit nur 17 Jahren steht er bereits auf der Liste der weltbesten Jongleuren, gewinnt später eine Weltmeisterschaft und hält aktuell 11 Weltrekorde. Angefangen hat alles mit nur drei Bällen - ein Geschenk seiner Patin. Wie man Weltmeister wird und welchen Trick er am liebsten mag, verrät uns Moritz im Interview.

Hallo Moritz. Wie geht es dir?
Hallo, mir geht es sehr gut! Ich bin gerade viel mit Showproduktionen beschäftigt und freue mich darüber, wie sich die Choreographien und der Act entwickeln.
Wie genau kamst du zur Jonglage und was hat dich daran so begeistert?
Mir wurde als Kind ein Jonglierset mit drei Bällen und einer kleinen Anleitung geschenkt. Daraufhin habe ich die Grundlagen gelernt, jedoch viele Jahre nichts daraus gemacht. Erst als ich ein paar Jahre später auf einer Jonglierconvention war, habe ich bei den damaligen Weltmeistern gesehen, was überhaupt möglich ist. Ab dem Zeitpunkt war ich unglaublich motiviert, so gut wie möglich in der Jonglage zu werden. Ich habe glücklicherweise im selben Jahr einen Zugang zu einer Sporthalle bekommen und fing an, jeden Tag mehrere Stunden zu üben. Mittlerweile trainiere ich mit den Jongleuren zusammen, die mich anfangs so motiviert haben. Mich begeistert die Freiheit, die die Jonglage bietet, denn sie kann je nach Auslegung sehr strikt und sportfokussiert, aber auch künstlerisch und kreativ sein.
Du warst bereits Jonglage-Weltmeister und hältst derzeit elf Weltrekorde im Jonglieren – wie viel Talent steckt in dir? Oder ist das einfach viel Übung?
Das Allerwichtigste ist die Zeit und Disziplin, die ich jahrelang in die Jonglage gesteckt habe. Sobald es aber um ein Weltklasse-Niveau geht, spielt leider auch Talent eine große Rolle. Manche Menschen trainieren intuitiv effizienter, haben einen geeigneteren Körperbau oder andere Veranlagungen, die einen großen Einfluss auf die Entwicklung des eigenen Könnens haben. Verglichen mit den Weltbesten, schätze ich mein Talent eher durchschnittlich ein.
Bleiben wir bei deinem Weltmeister-Titel - mit welcher Performance hast du den eigentlich gewonnen? .
Ich habe 2021 eine Goldmedaille bei der IJA (International Jugglers Association) in einem Wettbewerb gewonnen, bei dem es darum ging, möglichst viele Keulen zu jonglieren. Mein Lauf war damals mit 7 Keulen 95 Fänge lang.
Womit jonglierst du am liebsten?
Am liebsten jongliere ich Keulen, da sie viel mehr Variationen durch die Drehung ermöglichen als herkömmliche Bälle. Auf der Bühne finde ich Keulen auch am schönsten.
Was macht dich und deine Shows aus und wofür wirst du vor allem gebucht?
In meinen Shows präsentiere ich eine sehr moderne Art der Jonglage, in dem ich programmierbare LED-Keulen verwende. Die Programmierung, Choreographie und Musik geben dann ein Zusammenspiel, was immer sehr gut als Act bei Events ankommt. Meine Acts heben sich besonders durch das Niveau der Jonglage und durch das genaue Jonglieren auf die Musik hervor. Für Veranstalter ist die Logoeinbindungsoption besonders spannend, bei der ich Firmenlogos oder Schriftzüge des Events in die Show integriere.
Du hast in deinen jungen Jahren schon unglaublich viel erreicht – was hast du noch vor? Steht ein neuer Weltrekordversuch an?
Ich möchte mich auf jeden Fall als Künstler weiterentwickeln und abseits davon die Sportjonglage weiterbringen. Ich arbeite derzeit am Weltrekord mit 8 Keulen.
Kannst du uns zum Schluss noch deinen Lieblingstrick zeigen?

3 Fotos

Moritz Rosner Jongleur
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Moritz Rosner Auftritt Moritz Rosner eventpeppers