Künstler der Woche

Interview mi Leonid Beljakov

Künstler der Woche: Leonid Beljakov

Als Zirkusartist bekommt Leonid Beljakov einen Welpen geschenkt. Gemeinsam mit ihm entwickelt er eine Show, in der der Vierbeiner zum Hauptdarsteller wird. Dafür braucht es vor allem Vertrauen und eine Erziehung, die weit entfernt von der klassischen Tierdressur liegt. Im Interview erzählt uns unser Künstler der Woche, wie er mit seinen Hunden neue Tricks einübt und warum dafür vor allem ein harmonisches Zusammenleben mit dem Tier notwendig ist.

Hallo Leonid. Wie geht es dir?
Danke schön, es geht mir gut. Ich bin froh, dass ich mein Profil auf Eventpeppers platzieren kann. Ich bekomme dadurch viele Anfragen. Es ist zeitaufwendig, sich um die eigene Werbung zu kümmern und Engagements zu suchen. Da ich Wert darauflege, viel Zeit mit meinen vierbeinigen Freunden zu verbringen, bleibt mir weniger Zeit für Marketing und Verwaltung.
Was genau ist die Comedy Dog Show?
Mein Ziel war es, eine universelle Show zu entwickeln, also nicht nur für Zirkusliebhaber, aber auch nicht ausschließlich für Kinder. Es sollte eine Geschichte sein, die für jeden interessant ist. Es war nie mein Ziel zu zeigen, wie ein Hund auf Hinterbeinen läuft. Das ist zu einfach. In meiner Show geht es um die Kommunikation und Interaktion zwischen Tier und Mensch, die auf grenzenlosem gegenseitigem Vertrauen beruht. Ich wollte auch, dass die Show eine fröhliche Stimmung ausstrahlt. In unserem hektischen Leben brauchen die Menschen mehr Humor, Harmonie und Seelenfrieden. Schöne, intelligente Hunde bringen Zuschauer mit lustigen Tricks zum Lachen und Entspannen.
Und wie kamst du auf die Idee?
Ich war jahrzehntelang Akrobat und habe viel bei Wanderzirkussen gearbeitet. Einmal warf die Hündin des Zirkusdirektors Jungen. Er verschenkte sie an seine Bekannte, aber ein Welpe ist übriggeblieben. Zuerst wollte ich keinen Welpen annehmen. Ich wusste, wie viel Verantwortung und Zeit das kleine Geschöpf von mir verlangen würde. Aber der Zirkusdirektor sagte, er würde mich in der Kunst der Hundeerziehung unterrichten. Das klang für mich wie eine neue, interessante
Herausforderung. Nach anfänglichen Schwierigkeiten stellten sich die ersten Erfolge ein. Ich begann die Psychologie des Hundes zu verstehen und ich glaube, er verstand mich auch immer besser. Ich wandte mich an einen professionellen Regisseur, der mir half, eine Show mit Hund zu produzieren. Irgendwann kamen andere Hunde dazu. Jetzt sind die Vierbeine die Hauptdarsteller in unserer Show.
Du vollführst mit deinen Hunden spektakuläre und unglaublich unterhaltsame Tricks - wie lange dauert es, ein solches Kunststück einzuüben?
Ich trainiere die Hunde, ich dominiere sie nicht. Die Erziehung eines neuen Hundes beginnt in aller Regel mit seinem Einzug in unser Haus. Ja, das ist unser Haus, die Hunde bewohnen es zusammen mit uns Menschen. Sie haben ihre eigenen Sofas (die leider ziemlich schnell kaputt gehen und ersetzt werden müssen…). Die Hunde dürfen im Garten herumlaufen, nur die Beete dürfen sie nicht ruinieren. Für eine ausreichende Ausbildung benötigt ein Hund ein bis zwei Jahre. Einzelne Tricks üben wir drei bis vier Monate lang. Ich benutze dabei ein neues Hundetrainingssystem, das „Clickertraining“. Hunde lernen gerne und ohne Zwang. Die Grenze zwischen Spiel und Training ist fließend. Oft merken sie gar nicht, ob es noch ein Spiel oder schon Training ist und umgekehrt.
Sind das eigentlich alles deine Hunde?
Alle Hunde gehören mir, wir leben zusammen. Sie sind Mitglieder unsere Familie – und ich bin sozusagen ein Mitglied ihres Rudels. Wir machen sehr viel zusammen: nicht nur Gassi gehen, sondern auch den Kamin heizen oder den Garten gießen.
Du warst mit deiner Show schon beim Supertalent – wie war das?
Das war großartig. Diese Show ist sehr professionell organisiert. Es war ruhig und ohne Stress. Vor dem Auftritt mussten wir in einem separaten Raum warten. Ich war etwas aufgeregt, aber der Hund überhaupt nicht. Unser Auftritt war ein großer Erfolg. Viele Zuschauer kamen nach dem Auftritt auf uns zu, fragten nach den Hunden und gratulierten uns. Und – fast hätte ich es vergessen zu erwähnen - alle Juroren gaben uns ein „Ja“ (natürlich!).
Was hast du mit deinen vierbeinigen Freunden in Zukunft noch alles geplant?
An neuen Nummern arbeiten. Wenn ein neuer Hund in unsere Familie kommt, beobachte ich ihn erst einmal über lange Zeit. Jeder Hund hat nämlich seinen eigenen Charakter, sein Temperament, etwas, das er liebt, und etwas, das er nicht mag. Ich berücksichtige dieser Details und passe das Training entsprechend an. Auf diese Weise entsteht eine neuartige, individuelle Nummer. Das Publikum spürt die Beziehung zwischen dem Hund und mir. Hunde sind sehr intelligent und lieben es, zu lernen. Sie brauchen auch die Interaktion mit Menschen. Was sie nicht entbehren können, ist unsere Aufmerksamkeit. Wenn man mit ihnen auf Augenhöhe interagiert, werden sie alles tun.
Kannst du uns zum Schluss noch deine Lieblingstricks zeigen?

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Leonid Beljakov eventpeppers
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