Künstler der Woche
Interview mit Fabian Haupt
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Hallo Fabian, du standest schon auf den großen Bühnen dieser Welt, wie dem ESC. Was war daran das Aufregendste?
Huhu ;) – Ganz ehrlich: alles! Man kann sich im Fernsehen nicht einmal ansatzweise vorstellen, wie groß und bunt das alles ist. Alles ist perfekt durchgeplant, und es gibt keinen Weg, den man gehen kann, ohne dass es dafür einen Countdown gibt. Elf Tage waren wir 2024 in Malmö, und es war wie ein kleines Märchen für mich. Den Moment vor 10.000 Menschen in der Arena werde ich nie vergessen, weil die ganze Reise untrennbar dazugehört. Hinter die Kulissen dieses einzigartigen Musikwettbewerbs blicken zu dürfen, war genauso erfüllend wie auf der Bühne zu stehen. Neben neuen Freunden und wichtigen Kontakten sind dort auch neue Songs entstanden. Es hat mir unglaublich viel gegeben, nach den turbulenten Tagen abends allein im Hotelzimmer Songs zu schreiben. An dieser Stelle wünsche ich der lieben Kollegin Sarah Engels übrigens viel Erfolg für den ESC 2026.
Kannst du dich kurz vorstellen und den meist gewünschten Song bei Hochzeiten anspielen?
Dennoch spielst du total gerne auch kleine Konzerte, wie z. B. auf Hochzeiten oder Geburtstagen. Was reizt dich daran?
Ich liebe diese Euphorie, die einen auf großen Bühnen packt und in die man sich komplett hineinlegen kann. Gemeinsam einfach das Herz laut machen! Aber das Grinsen in den Gesichtern der letzten Reihe sehe ich eigentlich nur bei Wohnzimmerkonzerten oder Trauungen. Die Emotionen der Menschen sind dort nicht weniger intensiv, sondern einfach viel näher und direkter spürbar. Man merkt, wenn jemand bei einem ruhigen Song die Luft anhält. Persönlicher kann Musik kaum sein, und ich schätze diese direkte Verbindung zwischen Musiker und Publikum sehr.
Wie gehst du auf individuelle Songwünsche von Brautpaaren ein, besonders bei emotionalen Momenten wie dem Einzug?
Anders als viele andere Musiker*innen habe ich keine feste Repertoireliste. Ich finde es wichtig, dass Paare die Songs auswählen können, die sie miteinander verbinden oder für sie eine besondere Bedeutung haben. Bei klassischen Repertoire-Songs besteht manchmal die Gefahr, dass sie zu einstudiert und dadurch weniger emotional wirken. Deshalb bin ich offen für genreunabhängige Songwünsche auf Deutsch oder Englisch – Kölsch war übrigens auch schon dabei. Oft entsteht dadurch auch für mich selbst ein emotionaler Mehrwert, weil neue und unerwartete Songs eine Trauung bereichern. Beim Einzug achte ich besonders auf das richtige Timing. Ich studiere Songs so ein, dass ich sie je nach Stimmung vor Ort verlängern oder verkürzen kann und jederzeit passende Instrumentalpassagen zur Verfügung habe. So unterstützt die Musik das Geschehen im Raum und schafft oft den emotionalsten Einstieg.
Gab es einen besonderen Moment bei einem Konzert, der dir gezeigt hat: Das ist genau mein Weg?
Nach vielen Konzerten hatte ich bereits das Gefühl, dass mich Musik erfüllt und ich dazu bestimmt bin, Menschen damit zu erreichen. Vor Kurzem habe ich meine erste Tour mit kompletter Band gespielt, und das hat mir noch einmal deutlich gezeigt, dass ich auf die Bühne gehöre. Sobald ich dort stehe, wird mein Kopf frei und ich blühe komplett in der Musik auf. Ich kann einfach ich selbst sein und spüre gleichzeitig, dass auch das Publikum ganz im Moment ankommt. Musik laut zu fühlen, in einem Raum, in dem man für eine Zeit lang alles andere vergessen darf, macht einfach glücklich.
Was inspiriert dich aktuell musikalisch am meisten?
Aktuell habe ich die große Ehre, mit Peter Seifert zusammenzuarbeiten, dem Produzenten unter anderem von Andreas Bourani, Clueso, Udo Lindenberg, Vincent Weiss und Johannes Oerding. Sein Studio hat bereits unzählige Songs und kreative Prozesse erlebt, und ich darf ein Teil davon sein. Dort hören wir manchmal auch unveröffentlichte Musik, die mich unglaublich fasziniert und inspiriert. Gerade in Zeiten von KI bringt mich diese Musik, die – wie Peter immer sagt – „menschelt“, an einen Punkt, an dem Langsamkeit erlaubt ist und kreative Prozesse wieder Raum bekommen.
Wie läuft bei dir der Buchungsprozess ab, vom Erstkontakt bis zum Auftrittstag?
Nach einer Anfrage finde ich es immer schön, zunächst einmal kurz zu telefonieren und die wichtigsten Details zu besprechen. Im Angebot soll am Ende nur das enthalten sein, was wirklich gewünscht wird. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei Hochzeiten oder Trauungen der persönliche Zugang viel wichtiger ist als eine übergroße Auswahl an Optionen. Wenn Paare unsicher sind, gehen wir gemeinsam verschiedene Möglichkeiten durch. Anschließend erstelle ich ein individuelles Angebot. Nach der Zusage vereinbare ich gerne etwa einen Monat vor dem Termin ein persönliches Treffen, um sich besser kennenzulernen und alle Songwünsche sowie den genauen Ablauf final zu besprechen. So gibt es am großen Tag keine unerwarteten Überraschungen und das Paar kann den Moment einfach genießen.
Welche technischen Voraussetzungen sollten Veranstalter unbedingt beachten, damit dein Sound optimal wirkt?
Das hängt von der gewünschten Besetzung ab. Für Wohnzimmerkonzerte oder Hochzeiten bringe ich meine komplette Technik und alle Instrumente selbst mit und benötige lediglich etwa zwei mal zwei Meter Platz sowie eine Steckdose. Die von mir genutzte Anlage reicht problemlos für bis zu 120 Personen aus. Wenn ich im Duo oder mit kompletter Band bei Firmenfeiern oder Gartenpartys auftrete, muss individuell besprochen werden, ob wir die Technik selbst stellen oder vorhandene Technik vor Ort nutzen. Auch hier ist Kommunikation das Wichtigste. Oft helfen Fotos der Location und des geplanten Auftrittsbereichs enorm weiter. Zu einem guten Sound gehört für mich aber auch eine gute Performance, und durch mein Musikstudium sowie über 600 Konzerte in den letzten zehn Jahren bringe ich dafür viel Erfahrung mit.


