Künstler der Woche

Interview mit kokett

Interview mit der Band kokett

"Was macht die Klara in der Sahara", "Ich steh mit Ruth gut" und andere Schätze der goldenen 20er-Jahre - "kokett" performt Chansons und Salonmusik aus einer anderen Ära.

eventpeppers: Woher rührt denn Ihr Faible zur Musik aus den "goldenen" 1920ern?

In den Liedern der 1920er Jahre wird das Thema "Liebe" interessanter verpackt, finden wir. Da geht's nicht immer gleich zur Sache, man nähert sich langsamer an und versucht, die verschiedenen Stimmungsnuancen auch musikalisch besser darzustellen.

Diese kurze Zeit war so reich an musikalischen Schätzen, die leider teilweise schon in Vergessenheit geraten sind. Vor vielen Jahren fiel mir mal ein altes "Songbuch" in die Hände mit mir unbekannten Liedern, die mich von der Überschrift schon angemacht haben: "Was macht die Klara in der Sahara" oder "Was macht der Mayer am Himalaya" oder "Ich steh mit Ruth gut" oder "Die Braut vom Alexander, die geht so auseinander" ... Und dann fand sich noch eine Sängerin, ich war der Pianist, und schon ging's los.
eventpeppers: Wie hat sich denn die Formation "kokett" zusammengefunden und wie kam es zu dem Namen?
Ganz banal auf der Geburtstagsfeier einer der drei Damen, die sich untereinander schon kannten und dort zwei Lieder - irgendwie so Gospel - gesungen haben. Das gefiel mir ausgezeichnet. Wir wollten einen deutschen kurzen Namen, der einiges aussagt und neugierig macht. Und "kokett" passt einfach in diese Zeit.
eventpeppers: Welches Stück performen Sie am liebsten - und weshalb?
Das ändert sich monatlich, momentan ist es "Nur nicht aus Liebe weinen", da es traurig, melancholisch ist und im Refrain wild und emotional zur Sache geht. Wir erweitern unser Repertoire natürlich ständig und grundsätzlich sind die schwermütigen Lieder eher unsere Favoriten, wenn sie harmonisch und textlich interessant sind.
eventpeppers: In den Stücken Ihres Repertoires geht es oft um das Thema "Liebe" - finden Sie, dass dieses Thema in modernerer Musik zu kurz kommt?
Glaub ich nicht, im Gegenteil. In den Liedern der 1920er Jahre wird das Thema nur interessanter verpackt, finden wir. Da geht's nicht immer gleich zur Sache, man nähert sich langsamer an und versucht, die verschiedenen Stimmungsnuancen auch musikalisch besser darzustellen. Dass es beim "Mayer am Himalaya" um Liebe geht, erfährt der Zuhörer erst ganz am Ende.
eventpeppers: Haben Sie durch eventpeppers schon Anfragen erhalten? Wenn ja, sind daraus auch Engagements entstanden?
Wir haben schon einige Anfragen erhalten, leider ist noch kein Auftritt dabei herausgekommen, weil die meisten Anfragen relativ kurzfristig daherkommen, was für uns schwierig ist, weil im Prinzip keiner zu ersetzen ist, da die Arrangements sehr ausgefeilt sind! Jetzt haben wir erst wieder zwei Anfragen bekommen, irgendwann klappt's schon!

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Die Band kokett singt Hits aus den Zwanzigern
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